Geschichte Langversion

Der Anfang

Wien, Mitte des 19. Jahrhunderts

Franz Eipeldauer

In der 1864 gegründeten „Bruderschaft der allerheiligsten Dreifaltigkeit“ engagieren sich Wiener Bürger, allen voran der Buchdruckerei-Besitzer Franz Eipeldauer (unterstützt von Karl Haiser) und der Domkapitular zu St. Stephan Ludwig Titus Graf Coudenhove, um die soziale Not im kaiserlichen Wien zu lindern. Zu dieser Zeit stirbt jede/r vierte BewohnerIn in Wien an Tuberkulose. Schwindsucht, Unterernährung oder Rachitis machen zahllose Menschen zu chronisch Kranken. Wer als „hoffnungslos und unheilbar krank“ gilt, wird verstoßen.
Als Hauptaufgabe sieht die Bruderschaft die Führung eines Hauses für „Unheilbare, Arme und Kranke“ an. Für die Betreuung der chronisch Kranken gewinnt sie den Orden der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul. (Diese zogen sich 130 Jahre später, also 2005 aus der Pflege zurück.)

1875

Gemälde von Theresia Küppner.

Am 20. Juli 1875 kommen aufgrund eines Gestellungsvertrags vier Schwestern mit ihrer künftigen Oberin, Schwester Theresia Küpper, von Graz nach Wien.

Am 23. Juli 1875 eröffnet die „Bruderschaft von der Allerheiligsten Dreifaltigkeit“ das Haus der Barmherzigkeit nach nur 2jähriger Bauzeit in Wien-Währing. In diesem „Asyl für arme, verlassene, schwer- und unheilbar Kranke“ in der Vinzenzgasse waren zu Beginn 22 Männer, Frauen und Kinder untergebracht, die – in dieser Zeit einzigartig - auch kostenlos medizinisch behandelt werden.
Damit wird die Einrichtung zum Vorbild vieler ähnlicher Institutionen im In- und Ausland und kann als "Geburtsstätte der Geriatrie" bezeichnet werden.

Ein zentraler Stiftungsgedanke war bereits bei Gründung die „Pflege für arme, verlassene, schwer- und unheilbar Kranke unabhängig von Glaubensbekenntnis und Nationalität“ sowie „den Kranken Abwechslung zu bieten und Freude zu bereiten…“(Zitat aus der 50 Jahre Festschrift, 1925)

 

 

Das Haus der Barmherzigkeit um 1893

1894

Die Pflegeeinrichtung gründet auf den Gründen des heutigen „Auhof-Centers“ im Westen Wiens (in Hadersdorf-Weidlingau) das „Sommerasyl Leopoldshof“ für die im HdB verpflegten unheilbar Kranken (insbesondere Kinder) und die der Erholung bedürftigen Schwestern. Auch hier war eine Landwirtschaft mit ca. 28 Joch angeschlossen, die hauptsächlich Milchprodukte in die Vinzenzgasse lieferte.

1900

Ein "Bubenzimmer" um 1900

Das Haus der Barmherzigkeit hat bereits 500 Betten. Das schnelle Wachstum ist nicht zuletzt auf die zahlreichen Spenden von Privatpersonen zurückzuführen. Im Gästebuch finden sich Eintragungen von Kaiser Franz Joseph, Kaiserin Elisabeth und ihrer Tochter Marie Valerie.

1903

Die Gärtnerei des Clementinum hatte eine wichtige Versorgungsfunktion.

Aufgrund einer großzügigen Spende des Fürsten Johann von und zu Liechtenstein kann der „Große Bruckhof“ in Totzenbach, Gemeinde Kirchstetten an der Westbahn (Bezirk St. Pölten-Land) gekauft und 1903 das Pflegeheim Clementinum gegründet. Ein Jahr später wurde im „Kleinen Bruckhof“ neben dem Clementinum die „St. Josefsheim-Stätte“ für 30 Epileptikerinnen eingerichtet.
Mit der angeschlossenen Landwirtschaft wurden 50 Kranke, 25 Epileptikerinnen (im Josefinum) und 12 geistliche Schwestern versorgt. Überschüsse wurden immer wieder in die Vinzenzgasse nach Wien geliefert.

Das Clementinum im "Bruckhof" um 1928

1909

Erstmals wird eine breite Öffentlichkeit um Spenden gebeten, zuvor wurden aber immer wieder Spendensammlungen in kleineren Kreisen durchgeführt.

Militärkonzert für die BewohnerInnen im Garten des HB (1909)

1934

Krankenzimmer in den 1930ern-Jahren

„Im Oktober 1934 stehen 375 Frauen und 95 Männer in Pflege, mehr als die Hälfte davon sind bettlägerig. Behandelt werden: Alterskrankheiten, Nervenkrankheiten, Gelenksleiden, Geschwülste, Luestische Folgeerscheinungen (Syphilis), Tuberkulose und sonstige vor allem innere Leiden.“ (Zitat aus der Festschrift „60 Jahre Haus der Barmherzigkeit“.)

264 von 470 Personen waren bettlägerig und zwanzig von ihnen über 80 Jahre alt.

1935

Festschrift zum 60 Jahr-Jubiläum 1935

Anstaltsarzt Dr. med. Hans Mras zitiert in der Festschrift „60 Jahre Haus der Barmherzigkeit“ Immanuel Kant: „Der unheilbar Kranke will so behandelt und gepflegt sein, als wäre seine Krankheit heilbar, als vermöchte ärztliche Kunst sein wertvollstes, sein Leben zu erhalten, und zwar so, dass es für ihn auch lebenswert ist.“ Zu dieser Zeit werden im Haus 470 Kranke versorgt „und nie steht ein Bett leer!“

Theodor Kardinal Innitzer besucht aus Anlass des 60jährigen Jubiläums BewohnerInnen des Hauses in der Vinzenzgasse.

Kardinal Innitzer besucht 1935 das HB.

1936

Das Sommerasyl Hadersdorf-Weidlingau verliert durch den Bau der neuen Wientalstraße rund 580m² Grund, der zuvor als Erholungsplatz für die kranken Kinder gedient hatte.

Der II. Weltkrieg

1939

Die Pflegeeinrichtung wird auf Anordnung des nationalsozialistischen Gauleiters der Gemeinde Wien überantwortet und trägt den Namen „Wiener Städtisches Altersheim Währing“. (Das Haus der Barmherzigkeit hörte somit nach 63 Jahren formal zu bestehen auf.) Die Barmherzigen Schwestern werden als Hilfskräfte geduldet und ihnen jegliche „religiösen Übungen“ verboten.

1939-1945

Die Gedenktafel hängt heute vor der Kapelle des HB Seeböckgasse.

Im Rahmen des NS-Euthanasieprogramms verschwinden nach und nach alte, kranke und behinderte PatientInnen, darunter auch Kinder.
Zwei Überstellungen von zwanzig BewohnerInnen aus der Vinzenzgasse und dem Clementinum in die damalige Nervenheilanstalt „Am Steinhof“ sind dokumentiert.  So werden am 23. Oktober 1942 elf Kinder dorthin gebracht, die, wie die Chronik des Hauses festhält, „in kürzester Zeit, in manchen Fällen schon nach wenigen Tagen starben“. Aus dem Clementinum in Kirchstetten wird eine größere Anzahl Epileptiker abgeholt. Sie fielen der NS-Medizin als „unwertes Leben“ zum Opfer. Mit Sicherheit gibt es weit mehr Opfer als Namen bekannt sind. Im Gedenken an diese BewohnerInnen wurde 2002 eine Gedenktafel enthüllt.

1945

Bombenschäden 1945

Am 15. Jänner 1945 kamen bei Bombenangriffen auf das Stammhaus in der Vinzenzgasse sechs Schwestern und 27 BewohnerInnen ums Leben. Das Gebäude wurde großteils zerstört. „Die Anteilnahme der Wiener Bevölkerung an dem Schicksale des Haus der Barmherzigkeit ist sehr groß und schon hört man Stimmen, wenn dieses Haus wieder aufgebaut werden sollte, geben wir gern unser Scherflein dazu.“, schreibt Schwester Fidelia Stelzer in einem Bericht. Bei dem Angriff werden alle schriftlichen Unterlagen vernichtet. Über die Opfer des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms ist daher fast nichts bekannt.

Die Nachkriegszeit

1953

Erst 1953 wurde das HdB (samt den Zweigstellen Weidlingau und Kirchstetten-Totzenbach) an die Erzdiözese zurückgegeben und 1954 als kirchliches Institut, also als eine eigene Rechtspersönlichkeit eingerichtet. Die Leitung des Institutes und seiner Außenstellen übernimmt ein ehrenamtliches Kuratorium.

Pflegezimmer um 1952

1959

Ab 1959 wurden im St. Josefsheim in Kirchstetten auch debile (nicht körperbehinderten) Jugendliche betreut.

1962

Seit den 60ern-Jahren erhält das HB eine Spende von der Tanzschule Elmayer. Diese wird traditionellerweise am Faschingsdienstag beim Elmayer-Kränzchen überreicht.

1965

Lange Zeit wurden behinderte Menschen als „krank“ eingestuft. 1965 wurde eine eigene Station für mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche eröffnet, aus welcher sich ein Betreuungsschwerpunkt für Menschen mit Behinderungen entwickelte.
Das in der Nachkriegszeit geschaffene Angebot war aus heutiger Sicht ungenügend: Es fehlt an finanziellen Mitteln und an pädagogischen Konzepten. Statt Betreuung und Förderung steht die pflegerische Grundversorgung der Klientinnen und Klienten im Mittelpunkt. Stationen mit bis zu vierzig Personen und Zimmer mit zwölf oder mehr Pflegebetten sind die Regel. Mitunter ist im Tagdienst nur ein Mitarbeiter für vierzig KlientInnen zuständig. Zu dieser Zeit war das Haus der Barmherzigkeit in Wien neben der Psychiatrie der einzige Anbieter im Bereich der Betreuung schwer geistig und mehrfach behinderter Menschen mit hohem Pflegebedarf.

1967

Am 30. November 1967 schließt nach 74jährigem Bestehen das Sommerasyl „Leopoldshof“ die Pforten, da es – aufgrund der Einkreisung durch Autobahn, Industrie- und Wohnbauten – für den ursprünglichen Zweck als Krankenpflege- und Jugendheim ungeeignet wurde. Die Kranken, vor allem „alte Frauen und debile Mädchen“ kommen in das Haupthaus in die Vinzenzgasse. (1970 wird das Gebäude abgetragen.)

Schwestern und BewohnerInnen des Clementinum

1967 liegt ein Findelkind vor den Türen des HB.

1970

1970 wird das Haus in Wien-Währing mit der Eröffnung des Antonigasse-Trakts erweitert, 1978 und 1982 werden neue Bauten in der Teschnergasse und Mitterberggasse errichtet.

1975

Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger besucht BewohnerInnen des HB Vinzenzgasse.

1976

Personalmangel ist im Bereich der Krankenpflege weit verbreitet. Jugoslawische Franziskanerinnen helfen bei der Pflege. Viele können auf Grund mangelnder Deutschkenntnisse jedoch nicht voll zur Betreuung der Kranken eingesetzt werden. Auch über die Zeitung sucht das Haus der Barmherzigkeit nach Hilfskräften. Gute Entlohnung wird versprochen. Gefordert werden „lediglich Pflichtbewusstsein und ein Herz für die Kranken“.

1977

Franz Kardinal König ehrt freiwillige MitarbeiterInnen. Vor dem Hintergrund des Mangels an Krankenpflegekräften tritt der Wert ihres Engagements besonders deutlich hervor.

1978

1978 wurde das Josefinum aufgelassen und 1980 verkauft.

1983

Am 11. September 1983 besucht Papst Johannes Paul II. das Haus der Barmherzigkeit. „Kranke und alte Menschen, Behinderte und Pflegebedürftige“, sagt der Papst, „zeigen uns in einer besonderen Weise, wie sehr wir aufeinander angewiesen sind und zutiefst zusammengehören“.

Papst Johannes Paul II. im Haus der Barmherzigkeit (1983)

1985

Ein neuer Trakt mit Pflegestationen wird in der Vinzenzgasse eröffnet.

1988

Die Heilstättenschule eröffnet einen neuen Schulraum in der Vinzenzgasse.

Der Neubeginn in den 90er

1991

Ab 1991 gibt es im HdB und im Clementinum eine „weltliche“ Pflegedienstleitung (Eva Mutz-Amon).

1996

Mitte der Neunzigerjahre setzen erste Bestrebungen ein, den Behindertenbereich im Haus der Barmherzigkeit zu reformieren. Daher wurde eine pädagogische Leitung auf den "Behindertenstationen" im Haus Vinzenzgasse installiert. Auch die Struktur sollte verändert werden. Es gab den Plan, ein eigenes Haus für 40 geistig Behinderte zu errichten, der jedoch bald wieder verworfen wurde.

1997/98

Die ersten externen Wohngemeinschaften für schwer mehrfachbehinderte Menschen werden eröffnet. Sie werden in einem familienähnlichen Umfeld - weitgehend den heutigen Qualitätsstandards in der Behindertenbetreuung entsprechend - in der Firmiangasse (1130 Wien) bzw. Leitermayergasse (1170 Wien) betreut. Hier konnten erstmals die Grundsätze von Integration und Normalisierung verwirklicht werden, ohne dass die notwendige Intensität in Betreuung und Pflege vernachlässigt wurde.

Normalität für Menschen mit Behinderungen wie hier beim gemeinsamesn Kochen in einer HABIT-WG.

1998

1998 kommt es zu einem Vorfall, der das HdB in seinen Grundfesten erschüttert: Ein ehemaliger Seelsorger wird bei einem Übergriff auf einen behinderten Bewohner beobachtet und in der Folge gerichtlich verurteilt. Der Erzbischof von Wien, unter dessen Patronanz das Haus der Barmherzigkeit steht, gibt dem Haus den Auftrag es als Einrichtung mit Vorbildcharakter in die Zukunft zu führen.

1999

Im Herbst 1999 wird ein neues Managementteam eingesetzt. Strukturen und Kompetenzen werden neu geregelt.

Die komplette „Ausgliederung" aller Menschen mit geistiger Behinderung in kleine gemeinwesenorientierte Wohngemeinschaften wird in Angriff genommen. Grundlage ist eine Vereinbarung des Haus der Barmherzigkeit mit der Gemeinde Wien und der für die Schaffung von Wohnplätzen in Wien verantwortlichen Koordinationsstelle "ARGE Wohnplätze". Dadurch können Planung, Errichtung und der Betrieb der Wohngemeinschaften finanziell gesichert werden.

Das neue Jahrtausend

2001

Eröffnung der Wohngemeinschaften in der Perfektastraße (1230 Wien), Oswaldgasse (1120) und Arndtstraße (1120).

2002

Eine weitere Wohngemeinschaft wird in der Gurkgasse (1140 Wien) bezogen.

2003

2003 wird zum 100jährigen Jubiläum das Clementinun neu eröffnet.

2003 wird anlässlich des 100 Jahr-Jubiläums im Clementinum das neuerbaute Pflegeheim eröffnet. Das Haus bietet Platz für 90 BewohnerInnen.

In der Maria-Rekker-Gasse (1100 Wien) wird ein HABIT-Wohnverbund mit zwei Wohngemeinschaften und einem internen Basalen Tageszentrum eröffnet. Weiters öffnet das Basale Tageszentrum in der Lobenhauerngasse (1170 Wien). Dort werden tagsüber 38 Klienten betreut und gefördert.

2004

Die erste niederösterreichische HABIT-Wohngemeinschaft und ein Basales Tageszentrum werden am Standort Clementinum in Kirchstetten eröffnet.
Das Pflegeheim wird in die zeitgemäße Rechtsform einer gemeinnützigen "Clementinum - Haus der Barmherzigkeit Pflegezentrum GmbH" umgewandelt. Diese ist eine 100%ige Tochter des Instituts Haus der Barmherzigkeit.

Auch in der Kulmgasse (1170 Wien) entsteht eine HABIT-WG.

2005

Am 15. März  zieht der letzte HABIT-Klient aus dem HB-Stammhaus in der Vinzenzgasse aus. Eine zweite Wohngemeinschaft für zehn Klientinnen und Klienten entsteht im Clementinum in Niederösterreich. Eine weitere WG eröffnet in der Schanzstraße (1150 Wien).

350 PatientInnen übersiedeln aus dem Stammhaus in das neue Haus der Barmherzigkeit in der Seeböckgasse (Wien-Ottakring), welches am 13. April 2005 eröffnet wird.

 

Der letzte HABIT-Klient zieht 2005 aus dem HB-Stammhaus aus.

Am 27. September 2005, dem Namenstag ihres Ordensstifters Hl. Vinzenz von Paul, werden die letzten geistlichen Schwestern feierlich verabschiedet. Nach 130 Jahren zieht sich der Orden der Barmherzigen Schwestern aus der Pflege im Haus der Barmherzigkeit zurück.

2006

Die restlichen BewohnerInnen ziehen aus der Vinzenzgasse in das neuerbaute geriatrische Pflegekrankenhaus Tokiostraße (Wien-Donaustadt), welches am 23. November 2006 eröffnet wird.

Das Stammhaus Vinzenzgasse wird am 12. Oktober 2006 nach 131 Jahren geschlossen.

2007

Die WG Thürnlhofstraße (1110 Wien) eröffnet als Ersatz für die WG Firmiangasse.

2008

Im Juli 2008 übergibt die "Schwesterkongregation der Dienerinnen Mariens von Österreich" die Leitung des Pflegeheims „St. Josefsheim“ in Wien-Liesing an das Haus der Barmherzigkeit.

2009

Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely eröffnen Anfang Juni gemeinsam mit Dr. Roland Paukner, Direktor der städtischen Wohn- und Pflegehäuser, Peter Hacker, Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien, und Wolfgang Waldmüller, HABIT-Geschäftsführer eine neue Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderungen in der Otto Herschmanngasse 4 in Simmering.

2010

2010 feiert das Haus der Barmherzigkeit sein 135jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass findet ein Festakt mit Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, Erzbischof Dr. Kardinal Christoph Schönborn, Bürgermeister Dr. Michael Häupl, Fürstin Marie von und zu Liechtenstein, Michael Köhlmeier ua. statt.

Unsere Festschrift zum Nachlesen.

 

Kardinal Schönborn, Bundespräsident Fischer und Frau Margit mit Institutsdirektor Gisinger

Im Februar erfolgt der Spatenstich für einen neuen Standort in Niederösterreich: In Poysdorf entsteht ein Pflegeheim für 120 BewohnerInnen, das in Hausgemeinschaften mit ca. 15 BewohnerInnen pro Wohneinheit gestaltet ist.

Im Oktober 2010 wird das Horner Stephansheim (NÖ, Bezirk Horn) in die HB-Familie integriert. In der Pflegeeinrichtung mit 700jähriger Tradition werden 100 BewohnerInnen betretut - sechs von Ihnen im hauseigenen Hospiz-Bereich.

HABIT bietet mit der Eröffnung der Wohngemeinschaften in der Rotenhofgasse (1100 Wien) und der Wohngemeinschaft Attemsgasse (1220 Wien) sowie eines Basalen Tageszentrums in der Stadlauerstraße (1220 Wien) nun für insgesamt 260 Menschen mit Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf Betreuungsplätze an.

Gemeinsam mit der WG Otto Herschmanngasse sind diese Standorte Teil des Ausgliederungsprojekt Otto-Wagner-Spital. 22 Klientinnen und Klienten, die bisher im Zentrum für Förderpädagogik des Otto Wagner Spitals im Pavillon 17 wohnten, übersiedeln in HABIT-WGs. Einige MitarbeiterInnen des Krankenanstaltenverbundes wechseln ebenfalls zu HABIT. Damit soll auch die Kontinuität der Bezugsbetreuung sichergestellt werden. Im Rahmen dieser Erweiterung kann die WG Leitermayergasse durch die WG Attemsgasse ersetzt werden.

2011

Am 3. März eröffnen Weihbischof DDr. Helmut Krätzl und NÖ Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner den Zubau des Clementinum in Kirchstetten (Bezirk St. Pölten-Land): Nunmehr werden hier insgesamt 114 hochbetagte, chronisch kranke Menschen betreut. Im anschließenden Basalen Tageszentrum für schwer mehrfachbehinderte Menschen können fünf weitere KlientInnen betreut werden.

Am. 10. Oktober eröffnen Erzbischof Dr. Christoph Kardinal Schönborn, NÖ-Landesrat Mag. Karl Wilfing und Bürgermeisterin Gertrude Riegelhofer das neue Haus der Barmherzigkeit Poysdorf (NÖ). Die Pflegeeinrichtung geht mit den im Weinviertel einzigartigen Hausgemeinschaften neue Wege in der Betreuungpflegebedürftiger Menschen: Insgesamt 120 BewohnerInnen vonPflegestufe 3 bis 7 wohnen in den acht Hausgemeinschaften. In denfamilienähnlichen Wohnungen können sie ihren Tagesablauf weitgehend selbst bestimmen.

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