Methoden
In den Wohngemeinschaften und Basalen Tageszentren von HABIT werden spezielle Methoden angewendet.
Ein selbstbestimmter und nachvollziehbarer Alltag ist uns wichtig: Daher arbeiten die HABIT-MitarbeiterInnen in den Wohngemeinschaften (WG) und Basalen Tageszentren (BTZ) nach professionellen Konzepten.
Angewendete Konzepte
Basale Stimulation
Basale Stimulation ist ein ganzheitliches Konzept zur Wahrnehmungsförderung für Menschen mit schwersten Mehrfachbehinderungen. Durch Bewegung, körpernahes Arbeiten und Kommunikation wird ein Zugang zum eigenen Körper, zur Umgebung und zu Mitmenschen ermöglicht und Neugierde geweckt.
Bezugsbetreuung
Jede KlientIn hat seine/ihre BezugsbetreuerIn: BezugsbetreuerInnen haben wichtige medizinische und organisatorische Dinge im Blick, planen die Urlaubsorganisation und vertreten die Anliegen ihrer KlientInnen bei Teambesprechungen mit KollegInnen.
Ganzheitliche Pflege
Die hier aufgelisteten Methoden und Konzepte werden in die pflegerischen Handlungen des Alltags integriert. Wichtig dabei sind die Selbstbestimmung der KlientInnen, die Wahrung ihrer Intimsphäre und das Eingehen auf Persönlichkeit und Erfahrungen.
Motopädagogik
Über Bewegung und Erfahrungen im sozialen und emotionalen Bereich wird die Körperwahrnehmung, die Wahrnehmung Anderer und der Umwelt sowie die soziale Kompetenz gefördert.
Nachvollziehbarer Alltag
Unterschiedliche Konzepte und Methoden werden in den Alltag der KlientInnen integriert. Wichtig dabei sind die Strukturierung des Tages und die Förderung der Wahrnehmung. Je nach Schwerpunkt in der Förderung können KlientInnen z.B. beim gemeinsamen Kochen die Vibrationen des Mixers spüren, die Rührschüssel halten (haptisch) oder den Einkauf mit Hilfe von Fotokärtchen planen und die Zutaten listen (kognitiv). Ziele sind Wahrnehmungsförderung und Nachvollziehbarkeit des Alltags durch Strukturierung. Das Konzept des Nachvollziehbaren Alltags wurde von HABIT entwickelt.
Sterbebegleitung
Sterbebegleitung wird in Zusammenarbeit mit einem mobilen Hospiz angeboten. Je nach individuellem Wunsch wird die Begleitung organisiert, Rituale werden durchgeführt. Auch die übrigen BewohnerInnen einer WG werden mit einbezogen und beim Abschiednehmen begleitet.
Tiertherapie
Tiere machen Erfahrungen möglich, bei denen Menschen oft die Worte fehlen. Hunde, Katzen oder Kleintiere kommen zu Besuch in die Wohngemeinschaften und Basalen Tageszentren.
Unterstützte Kommunikation
Menschen, die nicht oder nur teilweise sprechen können, wird mittels sprachbegleitenden Gebärden, nichtelektronischen und elektronischen Hilfsmitteln (z.B. auch Sprachausgabegeräten) die Möglichkeit zur Kommunikation eröffnet.
Körpernaher Dialog
Es handelt sich um ein Körperorientiertes Konzept zum Aufbau einer kommunikativen Beziehung und wird auch ohne Voraussetzungen angeboten.
Zusätzlich werden Aktivitäten wie Ausflüge, Urlaubsaktionen, Veranstaltungs-, Ausstellungs- und Kinobesuche, Schwimmen oder Natur-Erleben angeboten. Das Motto lautet: "Lieber über eine Wiese als über einen künstlichen Tastboden gehen." Für Ausflüge und Exkursionen steht ein rollstuhltauglicher Bus zur Verfügung.


