1902
Eine Spende des Fürsten Johann von und zu Liechtenstein ermöglicht den Ankauf eines Gutsbetriebes in Totzenbach bei Kirchstetten an der Westbahn. Hier wird als Außenstelle das Clementinum errichtet. Die Initiatorin dieser neuen Krankenanstalt ist die langjährige Oberin Therese Küpper.
1903
Eröffnung des Clementinum. Ursprünglich war es für die Unterkunft von Krebskranken und Epileptikern gedacht.
1914–1918
Das Haus der Barmherzigkeit übersteht die Wirren des 1. Weltkrieges.
1925
1935
Besuch von Kardinal Dr. Theodor Innitzer sowie der Fürstin Elsa von und zu Liechtenstein am 16. Juni anlässlich des 60 Jahr-Jubiläums.
1938
Die sog. Stillhaltungskommission verfügt im Juni, dass das Haus der Barmherzigkeit weiterbestehen kann.
1939
Es kommt zur Auflösung und zwangsweisen Überführung in das öffentliche Eigentum der Stadt Wien. Denunziationen und Schikanen aller Art machen den Schwestern und Geistlichen das Leben schwer. Alle religiösen Übungen werden verboten. Das Haus wird zu einem Altersheim umgewidmet. Ein Großteil von Unheilbaren, Epileptikern und behinderten Kindern wird in die damalige Irrenanstalt Steinhof abtransportiert. Viele von ihnen sterben bereits nach einigen Tagen.
1941/42
Abtransport von 20 Bewohnern aus der Vinzenzgasse und dem Clementinum in die damalige Nervenheilanstalt „Am Steinhof“. Sie fielen als „unwertes Leben“ der NS-Medizin zum Opfer.
1944/45
Zerstörung des Hauses bei amerikanischen Luftangriffen. Fünf Schwestern, eine Hilfsschwester und 27 Pfleglinge kommen ums Leben.




